DEPRESSIONEN

 

Depressive Episoden können sich – wie andere psychischen Störungen auch – in einem unterschiedlichen Schweregrad darstellen. Von leichter, mittelgradiger bis schwerer Depression. Bei schweren Depressionen müssen ethischerweise Medikamente eingesetzt werden, bei den anderen Ausprägungen hat sich gezeigt, dass entsprechende Medikamente (Antidepressiva) allein keinen Nutzen zeigen. Allenfalls in Verbindung mit einer modernen Psychotherapie zeigen sich positive Effekte.

 

Depression ist der Zustand, des Nicht-mehr-Könnens, des Nicht-mehr-weiter-Wissens. Entsprechend zeigen sich die verschiedenen psychophysiologischen Systeme angeschlagen: Man mag nichts mehr (Motivation), man empfindet kaum mehr Freude (Emotion), man schläft schlecht und hat nicht richtig Appetit (psychovegetatives System).

 

Klassischerweise stellt diese Störung den Zustand dar, den ein Mensch erleiden kann, der subjektiv gesehen, „alles versucht hat, um seine Bedürfnisse, Ziele, Absichten, Wünsche zu realisieren“, dies jedoch einfach nicht schafft. Häufig geschieht dies Menschen, die auch zu hohe Ansprüche an sich selbst stellen: „Ich muss das schaffen!“ / „Ich darf nicht aufgeben!“ / „Ich darf nicht versagen!“ – dies wären entsprechende implizite (gefühlte) Überzeugungen über sich selbst, die den Betroffenen auch in Situationen, wo realistischerweise kaum Möglichkeiten des „Schaffens“ sind – oder aber in Situationen, wo der Betroffene fehlende Fertigkeiten aufweist, vorantreiben , bis zur Erschöpfung und Depression.

 

In der Therapie werden Sie mit uns solche ungünstigen Selbstüberzeugungen erkennen und ausdrücken lernen, werden diese betrauernd akzeptieren, werden lernen, sich selbst an die Hand zu nehmen und „erwachsener“ über sich zu denken und fühlen; Sie werden zudem geringe, inadaptive oder fehlende Verhaltensfertigkeiten verändern und neue wagen. Sie werden besser Ihre Ziele und Wünsche realisieren, einen freundschaftlicheren Umgang mit sich und einen kompetenteren Umgang mit anderen erlernen.

 

Damit das nicht geschieht, was bei depressiven Episoden gehäuft vorkommt: ein Rückfall in den Zustand der „Hilflosigkeit“.